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Community-Treffen des CSD Vienna
Nachrichteneingang:     11.10.2010

Die Vorbereitungen für den CSD Vienna laufen seit drei Monaten auf Hochtouren und diese Woche gab es erstmals ein Treffen in größerer Runde …

Seit der letzten Regenbogenparade hat sich in der Österreichischen LGBT-Community ein große Gruppe an Aktivisten zusammengefunden, die 2011 in Wien einen CSD (Christopher Street Day) von internationalem Format etablieren will.

Nachdem die Zusammenarbeit der Community in den letzten Jahren etwas eingeschlafen ist, soll nun mit der neuen Initiative unter dem Namen »CSD Vienna« neuer Schwung ins Community- und Szene-Leben kommen. Das Hauptaugenmerk soll in einer ersten Phase auf der Ausrichtung und dem Erfolg des »CSD Vienna 2011« liegen. Der neue Verein soll aber auch das ganze Jahr über als Plattform für mehr Vernetzung und Zusammenarbeit der österreichischen LGBT-Community dienen.

Nachdem in den letzten 3 Monaten eine Vielzahl an Einzelgesprächen und Treffen in kleinem Kreis stattfanden, gab es letzte Woche im Felixx das erste Community-Treffen in größerer Runde, um möglichst viele Gruppen, Lokale und Einrichtungen der Community auf den aktuellen Stand zu bringen und gemeinsam zu diskutieren.

Mit dabei waren neben den Initiator_innen des CSD Vienna, zahlreiche Vertreter von Gruppen, Lokalen, Event-Veranstaltern und Vereinen: Village Bar, Sling, Cafe Cheri, Wiener Runde/Austrian Bears, Why Not, Felixx, Sportsauna, Mango Bar, rainbow.at, TransX, Libertine, gayboy.at, Pink Marketing, gayösterreich.at, MiGay, Jöbstl Reisen, Aids Hilfe Wien, Heaven Vienna, Pitbull und die Hosi Wien.

Die Initiatoren hielten – wie bereits seit Beginn der Initiative – erneut fest, dass die Bemühungen nicht als Kritik am Veranstalter der Regenbogenparade, der Hosi Wien, verstanden werden sollen. Ein CSD ist zum einen mehr als eine Parade – zumindest in den meisten Großstädten dieser Erde - und zum anderen lebt ein CSD von den Teilnehmern und davon, dass sich die Community in all ihrer Vielfalt einbringt und teilnimmt.

Wenn das nicht funktioniert, kann das natürlich nicht ausschließlich an einer einzigen Gruppe der Community liegen – auch wenn diese als Veranstalter fungiert. Das Hauptproblem liegt auch ganz woanders – nämlich an der Vernetzung der Community. Ein CSD muss eine gemeinsame Bewegung der gesamten Community sein und dazu braucht es eine geeignete Struktur. Da es keine bestehenden Struktur und keinen bestehenden Verein gibt, der sich als verbindendes Dach eignen würde, braucht es einen neuen Verein – den »CSD Vienna«, in dem sich alle Community-Teilnehmer_innen einbringen und wohlfühlen sollen.

Die Diskussion bei diesem ersten Treffen drehte sich ziemlich bald und ziemlich zeitfüllend darum, was bei der Regenbogenparade in den letzten Jahren alles an Positivem und Negativem beobachtet wurde. Offenbar gab es da einiges zu diskutieren, was in den letzten Jahren unausgesprochen blieb und auf den Tisch musste.

Die Vertreter der Hosi Wien ließen auch durchblicken, dass sie bereit wären, sich in die neue Struktur einzubringen und Dinge abzugeben – ausgenommen jedenfalls die Organisation des Paradenzugs selbst. Ob das funktionieren kann und wie das konkret aussehen könnte, werden weitere Gespräche zeigen. Schließlich gibt es dabei eine Menge an heiklen Fragen zu klären, die bei der Koordinierung von 2 Vereinen beginnen und bei der Haftung enden. Die Österreichische LGBT-Community braucht jedenfalls endlich eine dauerhafte Lösung für Zusammenarbeit und gemeinsames Auftreten, die funktioniert, wachstumsfähig ist und von möglichst allen getragen wird.

Vertreter von Vereinen, Gruppen, Veranstaltern, Firmen und Einrichtungen der Community, die die Einladung zu diesem Termin nicht bekommen haben, bitten wir um Kontaktdaten an vernetzung@CSDvienna.at – der Community-Verteiler hat zwar rund 120 Einträge, aber wir haben bestimmt nicht von allen Kontaktdaten gefunden.

Engagierte Aktivist_innen, die gerne den CSD Vienna mitgestalten wollen, bitten wir um Kontakt via info@CSDvienna.at – Community sind WIR ALLE und ein CSD kann schließlich niemals groß genug sein!

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