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Schwedische Bank riet lesbischem Paar getrennt zu leben
Nachrichteneingang:     30.07.2010

Trotzdem Schweden als eines der liberalsten Länder Europas gilt, musste ein lesbisches Paar die homophoben Ratschläge einer Bankbediensteten über sich ergehen lassen. Dem Paar wurde ein Kredit für eine gemeinsame Wohnung unter normalen Konditionen verwehrt. Außerdem riet die Angestellte der Bank den beiden Frauen, ihre Lebensumstände zu überdenken und weiterhin getrennt zu leben.

Sara E. (29) und Maria E. (31) entschieden sich zusammenzuziehen, um nicht mehr rund 200 Kilometer voneinander getrennt leben zu müssen. Die Beiden wollten deshalb ein Appartement in der schwedischen Stadt Västeras, rund 100 Kilometer von Stockholm gelegen, erwerben.

Die Frauen waren überzeugt, dass sie einen Kredit von umgerechnet 50.000 Euro bekommen würden, da sie in guten Jobs tätig sind. Die Beiden sprachen deshalb in einer Filiale der Swedbank, eine der größten Banken in Nordeuropa und dem Baltikum vor. Die betraute Bankangestellte erklärte, dass der Kredit an eine zehnprozentige Kaution von der Gesamtsumme gebunden wäre. Die beiden Frauen hinterfragten dieses Angebot und bekamen als Antwort, dass sie besser ihre Lebensumstände überdenken und weiterhin getrennt leben sollten.

Daraufhin wandten sich Sara E. und Maria E. schockiert an die schwedische Antidiskriminierungsstelle. Außerdem suchten sie eine andere Bank auf, die ihr Wunsch- Appartement auf fast den doppelten Wert schätzte und die Kreditsumme genehmigte.

Die Swedbank wurde von dem homophoben Vorfall informiert und will den Sachverhalt jetzt intern prüfen. Man würde Schwule und Lesben als Kunden schätzen und niemals diskriminieren, so die Pressesprecherin Anna Sundblad. Diese betonte auch weiter, dass die Swedbank auch Sponsor der Stockholm Pride sei. (cbox)

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User - Kommentare
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anode08.08.2010 - 13:26
es gibt überall nur lippenbekenntnisse - es ist alles so wie es immer war - und wird auch noch hunderte jahre so bleiben - traurig, aber wahr !







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