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Uganda: Todesstrafe für »schwere Homosexualität« vom Tisch
Nachrichteneingang:     11.12.2009

Die Regierung Ugandas hat das »Antihomo- sexualitätsgesetz 2009« abgeändert und die Todesstrafe als Folge von »schwerer Homosexualität« gestrichen. Das Parlament Ugandas hatte über ein Gesetz beraten, das »Schwere Homosexualität« zur Hinrichtung führen sollte, »normale Homosexualität« sollte dagegen eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben.

Als todeswürdig wurde in dem Entwurf Sex mit einem gleichgeschlechtlichen Behinderten oder Jugendlichen angeführt. Auch eine HIV-Infektion des »Täters« wäre »schwere Homosexualität«. Für nicht vollendete schwule Sexakte sollten sieben Jahre Gefängnis winken. Religiöse Anführer des ostafrikanischen Landes haben sich jetzt gegen die Todesstrafe ausgesprochen und auch die lebenslange Strafe ersatzlos gestrichen.

Das »Antihomosexualitätsgesetz 2009« wurde im Oktober von einem Abgeordneten der Regierungspartei ins Parlament von Kampala eingebracht. Im Gesetz hieß es, dieses hohe Strafmaß »schützt die traditionelle Familie, indem es alle Formen der sexuellen Beziehungen zwischen Personen des gleichen Geschlechts verbietet«. Es schütze damit insbesondere die Jugendlichen, die Gefahr laufen, »sexuelle Misshandlungen und Ausschweifungen erleiden zu müssen als Ergebnis von kulturellen Veränderungen, unzensierten Informationstechnologien und zunehmenden Versuchen von Homosexuellen, Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufzuziehen.«

Homosexuelle Handlungen sind in Uganda laut Paragrafen 145 und 148 des Strafgesetzbuches von 1950 illegal. Bis zur Reform des Strafgesetzbuches von 2000 waren nur homosexuelle Handlungen unter Männern strafbar. Seit 2000 sind auch homosexuelle Handlungen unter Frauen strafbar und können mit bis zu 14 Jahren Gefängnis geahndet werden.

Der ostafrikanische Binnenstaat gilt als einer der gayfeindlichsten Länder der Erde. Erst im April hat der ugandische Ethikminister erklärt, dass die Vereinten Nationen seinem Land Homosexualität aufzwingen wollten. Präsident Yoweri Museveni hatte zuvor gleichgeschlechtliche Liebe als »ausländische Kultur« bezeichnet. (cbox)

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User - Kommentare
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usaeu02.02.2010 - 15:10
Hinter solchen Gesetzen können nur radikale Muslime stehen, die in der Regierung Ugandas sitzen.....







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