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Homosexuell: Führerscheinentzug - Klage!
Nachrichteneingang:     14.07.2008

(rainbow.at) Der italienische Staat muss an einen schwulen Mann 100.000 EUR Entschädigung zahlen. Er musste seine Führerscheinprüfung noch einmal ablegen, als bekannt wurde, dass er schwul ist.

Danilo G., 26, erzählte 2001 den Militärbehörden bei einer Routineuntersuchung für den Militärdienst, dass er homosexuell ist. Das Militärspital gab seine Daten an das Transportministerium weiter, wo auch gleich ein Befund mitgeschickt wurde: Danilo G. sei psychisch und physisch nicht fähig, ein Kraftfahrzeug zu lenken. Damit wurde sein Führerschein eingezogen, weil er sich in einer sexuellen Identitätskrise befindet.

Er bestand die Prüfung ein zweites Mal und erhielt die Fahrerlaubnis für ein Jahr - anstatt für zehn Jahre, wie in Italien üblich. Das Gericht fand, dass die Behörden sexuelle Diskriminierung in den Vordergrund stellten und verurteilte sie zu der 100.000 Euro Strafe. (ma)

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