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HIV-Testung: Wann macht welcher Test Sinn?
HIV-Antikörpertest, PCR-Test, HIV-Schnelltest - verschiedene Testverfahren, die eine HIV-Infektion nachweisen können. Doch welcher Test macht wann Sinn?

Für all diese Testverfahren gilt:
Ein negatives Testergebnis ist erst 3 Monate nach einem Ansteckungsrisiko sicher.
Ein positives Testergebnis innerhalb der 3 Monate nach Risiko gilt  in Kombination mit einem Bestätigungstest als gesichert.
Heimtests liefern keine sicheren Ergebnisse und sind daher nicht empfehlenswert!

Tag 1-3 nach Risiko: Nach einem relevanten Risiko kommt bis spätestens 72 Stunden (besser früher!!) eine PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) in Frage.
Tag 4-10 nach Risiko: In dieser Zeit macht ein Test noch keinen Sinn
Tag 11-13 nach Risiko: Die Wahrscheinlichkeit, mit einem PCR-Test bei einer Infektion ein positives Ergebnis zu erzielen, ist gut. Ein PCR-Test ist ein Verfahren, welches direkt nach dem HI-Virus sucht. Ein solcher Test weist lediglich eine Infektion mit HIV 1 nach.
Tag 14-90 nach Risiko: Nun macht ein HIV-Antikörpertest Sinn. Dieser weist sowohl Antikörper als auch ein bestimmtes Virenbestandteil nach und sucht sowohl nach HIV 1- als auch HIV 2-Antikörpern.

Der HIV-Schnelltest ist ein Antikörpertest, bei dem die Auswertung des Testes schnell geht (ca. 30 Minuten).

Sind die Testergebnisse in den oben genannten Fällen positiv, so ist, nachdem der gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungstest durchgeführt wurde, das Ergebnis sicher und es liegt eine HIV-Infektion vor.

Ist das Testergebnis innerhalb der 12 Wochen nach einem Risikokontakt negativ, so kann man sich nicht sicher darauf verlassen. Solange kann es nämlich dauern bis sich Antikörper bilden. Daher muss 12 Wochen nach Risikosituation das Ergebnis durch einen Antikörpertest abgesichert werden.

Die PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) ist eine Notfallmaßnahme. Diese kann bis spätestens 72 Stunden nach einem Risikokontakt gemacht werden kann. Unter PEP versteht man die vorsorgliche Einnahme von HIV-Medikamenten, um das Risiko einer Infektion zu verringern. Die antiretroviralen Medikamente müssen einen Monat lang eingenommen werden.

Der Erfolg einer PEP hängt von einem raschen Therapiebeginn ab (je früher, desto wirksamer). Daher empfiehlt es sich so schnell wie möglich Kontakt mit HIV-Spezialisten oder einer Notfallambulanz aufzunehmen.

Heimtests können eine HIV-Infektion nicht sicher nachweisen. Sie liefern also unter Umständen falsche negative Ergebnisse. Wiegen sich Personen mit falsch negativem Testergebnis dann in Sicherheit, können diese andere anstecken. Aus diesem Grund sind Heimtests in Österreich nicht zugelassen. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen warnt sowohl vor Blut-HIV-Heimtests als auch Urin-HIV-Heimtests.
Link zur Sicherheitswarnung: http://info.aids.at/sicherheitswarnung_hiv_heimtests.pdf

Die AIDSHILFE OBERÖSTERREICH bietet den HIV-Antikörpertest kostenlos und anonym an. Der HIV-Schnelltest kann ebenfalls anonym und gegen ein Entgelt von € 25,00 in der AIDSHILFE OBERÖSTERREICH gemacht werden.
Zudem bietet die AIDSHILFE OBERÖSTERREICH einen kostenlosen und anonymen Hepatitis B/C-und Syphilis-Test an.

AIDSHILFE OBERÖSTERREICH, Blütenstraße 15/2, 4040 Linz
Tel.: 0732 2170-25, www.aidshilfe-ooe.at
kostenlose und anonyme Beratung & Testung:
Mo: 14:00-17:00, Mi: 16:00-19:00 Uhr, Fr: 11:00-14:00 Uhr

Homepage der Aidshilfen Österreichs mit Links zu den Aidshilfen: www.aidshilfen.at

Text: Erik Pfefferkorn

Fotos: AIDSHILFE OBERÖSTERREICH

 



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