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Hallo Steward! - boeing boeing andersrum
Eines der weltweit erfolgreichsten Boulevardstücke - über 25.000 Aufführungen; 55 Länder; 18 Sprachen; 7 Jahre ohne Unterbrechung am Broadway und eine legendäre Verfilmung - ist seit kurzem auch wieder in Wien zu sehen ...

Wir schreiben das Jahr 2009. Ein Wiener Innenarchitekt (sehr gut gespielt vom smarten Stefano Bernadin) meint es ganz besonders gut mit seinem Hormonhaushalt, und vor allem auch gleich mit drei unterschiedlichen Fluglinien. Was Fluggesellschaften und der Hormonhaushalt eines schwulen Interior Designers zu tun haben? Im Normalfall nicht viel, in gegebenem Fall aber doch Einiges! Lufthansa, KLM und Air India gewinnen zunehmenden Einfluss auf sein Privatleben. Mit ihnen landen nämlich regelmäßig und abwechselnd Dirk, Joop und Vikhram (gespielt von dem Inder) – Beruf: Flugbegleiter. Natürlich dürfen die drei smarten Männer nichts voneinander wissen. Das geht solange gut, bis sich eine Spirale turbulenter Verwechslungen immer rasanter in Richtung „Tour de Farce“ zu drehen beginnt.

Soviel mal zu den Fakten.

Das Stück per se ist sehr lustig mit einigen hervorragend gelungenen Pointen und Einlagen. Die Schauspieler verstehen allesamt was von ihrem Handwerk – besonders hervorzuheben, sind die Mitbewohnerin, aber auch der „Cousin“ aus Weitra.

So weit so schön und gut. Leider wird in dem Stück alles was es an Klischees „am Markt gibt“ hoffnungslos ausgeschlachtet. Gleich ob es Vorurteile gegenüber Schwule, oder Unterschiede aufgrund der Kultur bzw. Herkunft sind. Ein paar Bespiele? Da hätten wir unter anderem den Schwulen der zu einer monogam geführten Beziehung nicht fähig ist, der Holländer der von seinen Landsleuten meint, dass sie durchwegs schwul und/oder bekifft sind, der Inder der ein kulturell bedingt „seltsames“ Schamgefühl hat, und nicht zu vergessen die dicke beste Freundin die im selben Haushalt lebt und nie einen Mann abbekommt.

Bleibt die Frage für wen dieses Stück produziert wurde. Für Schwule die sich über sich selbst lustig machen wollen? Für heterosexuelle Mitmenschen, die diverse Klischees bestätigt bekommen wollen? Oder doch einfach „nur“ für das breite Publikum das sich einen netten Abend machen will?

Unser Tipp? Hingehen, anschauen, kaputt lachen und sich ein eigenes Bild machen! Ein Erlebnis ist es allemal, und sei es nur wegen der knackigen Typen, die in einer Tour halbnackt über die Bühne laufen ;-).


Kartenpreise:
Mo – Do: 14,- bis 46,- Euro; Fr – So: 17,- bis 49,- Euro


Kartenreservierung
unter Tel. 01/512 47 42

Weitere Infos unter www.palaisnowak.at

Termine:
10. - 14., 17. - 21., 24. - 28. November

 

1. - 5., 8. - 12., 15. - 19. und 29. - 31. Dezember;

1. - 2. und 5. - 9. Jänner 2010


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User - Kommentare
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Bear35w13.11.2009 - 22:36
War heute - es war einfach nur schlecht!
Schade um die 41 Euro....


elliot05.01.2010 - 18:13
Mir hat es wiederum sehr gut gefallen. Ich finde es nicht O.K. einfach zu sagen es ist schlecht, man kann sagen mir hat es nicht gefallen! Man sagt ja auch nicht Lasagne ist generell grauslich, nur weil man sie selbst nicht mag... lg, das Schmunzelmonster






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