Umrahmt von der Kulisse von Seitentribünen, dem erleuchteten Rathaus und dem traditionellen Red-Ribbon-Laufsteg wurde den Gästen eine Show der Superlative geboten.

Doch nicht nur technisch aufwendige und tolle Special-Effects mit Licht und Ton, sondern vor allem natürlich das unübersehbare Meer an utopischen und kreativen Kostümen, die am Rathausplatz zu den Darbietungen der Show wogten, trugen zu einer perfekt gelungenen Life-Ball-Show bei.
Katrin Lampe und Miss Candy eröffneten (kurz, dank der unübersehbar nötigen Hilfe der Moderationskärtchen) bei space-iger Musik den Life-Ball 2008 kurz vor 21.30 Uhr und stellten im Zuge dessen auch gleich die 25 am besten bewerteten Kostüme auf dem Red Ribbon vor. Dem Gewinner des besten Kostüms winkte ja auch heuer wieder eine tolle Flugreise.

Wie jedes Jahr ließ auch der Aufmarsch erlesenster Prominenz keinen Wunsch offen – von Vertretern der „Afrika-Afrika-Show“ (die am Red Carpet ihre Künste darboten), Michael Häupl, Linda Evangelista, Kim Catrell, Debby Harry, Sharon Stone (Präsidentin von AMFOR), Nina Hagen, Franz Viehböck, Vincent Bueno, bis zu Jazz Gitti (unter anderen eine der prominenten Teilnehmerinnen bei der heurigen Dessous-Show) waren sie alle vertreten am wohl schrägsten Super-Charity-Event in Österreich.
Die Vielfalt des Gebotenen war derartig groß, dass man Mühe hatte alle Acts der Eröffnung mitzuverfolgen – in einem unglaublichen Farbenspiel auf der Bühne vor dem Rathaus, die durch eine teilbare riesige Kinoleinwand einen zweiten Bühnenraum dahinter freigeben konnte. Dieser bot eine Kulisse von beweglichen roten und blauen Planeten, mit einem landenden bzw. abhebenden Ufo, stimmungsvoll choreographiert mit exzellenten Lichteffekten die alle Farben spielten. Musikalisch untermalt wurden die Programmpunkte und Live-Acts vom Wiener Sinfonieorchester und den Wiener Sängerknaben.

Ein Höhepunkt jagte den anderen nach der Begrüssung von Gery Keszler, dem Initiator des Life-Balls. Einfühlsam wurde zu Beginn die Frage von „Leben, Tod, Sterben, Krankheit, Lust, Leiden“ mit einer Videoprojektion ins Licht gerückt, getragen vom musikalischen Thema der „Geschichten aus dem Wienerwald“ , und einer Tanzdarbietung von Tänzern der Wiener Volksoper und der Staatsoper.
Space-ige, auch „alpine“ Aliens in entsprechender Tracht, konnte man finden wohin das Auge blickte. Für diesen Rahmen und all diese Ideen zeichnet vom ersten Life-Ball an an Gery Keszler verantwortlich. Einer der Höhepunkte des Abends war deshalb die Verleihung des goldenen Ehrenzeichens für besondere Verdienste um die Republik Österreich an ihn, überreicht von Kulturministerin Claudia Schmied.
Weiter ging es im Programm, mit einer Musical-Einlage von „The Producers“, der Überreichung des Life Ball Crystal of Hope überbracht von Kim Catrell für ein besonders wichtiges Projekt im Kampf gegen HIV/AIDS in Kenia („Yier Nigm), dem symbolischen Flug eines Heißluftballons nach Afrika zum Zeichen der Verbundenheit als Kurzfilm, dem Life Ball-Song dargeboten von „Chicks on Speed“, und der Appell von Sharon Stone zu Mitmenschlichkeit und Solidarität.

An knackigen Ärschen von Tänzern und auch im Publikum konnte man sich zwischendurch während der Showeinlagen sattsehen – das Finale vor dem Einzug ins Rathaus, die Dessous-Show des Labels Agent Provocateur (Designer: Joseph Corree), stand aber dieses Jahr eindeutig im Zeichen weiblicher Models – mit Stars wie zum Beispiel Nina Hagen. Geboten wurden für eine derartige Präsentation wirklich höchst ungewöhnliche, neue und frivole Einblicke, und zeichnete sich durch eine genau in Szene gesetzte Choreographie aus.
Mit kirchlichen Chorälen, einer Hölle des Fegefeuers auf der Bühne und „The feeling“ als Schlusspunkt war es endlich soweit…die schon in den Startlöchern scharrenden Besucher des Life-Ball 2008 durften die Säle des Rathaus bevölkern. Die Prämierung des besten Life Ball – Kostüms 2008 im Arkadenhof (als Sieger gingen eine Art „Blueberries mit Erdbeeraugen“ hervor) ging leider in der Welle von Partywütigen etwas unter – verständlich aber bei Top-Sounds nach einer fast dreistündigen Eröffnung.

Im Rathaus konnte sich dann jeder nach seiner Facon mitreißen und treiben lassen – nicht nur von teil enormen Besuchermassen, sondern vor allem von der Auswahl an Top-DJ´s (DJ Lexxus, Christopher Just, Jost van Bellen, Michael Gray, DJ´s von Defusion Records,…) und verschiedenen Musikstilen – von härterem Rock, Jazz/Blues, bis zu House und Techno. Zu hören und sehen warn unter anderem „Drahdiwaberl“, Debbie Harry und Count Basic – und getanzt wurde exzessiv bis zum „Kehraus“ um 5.00!
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